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Ausweisung aller deutschen Missionare

Nach der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg fiel die Kolonie an Großbritannien, ihr Name lautete nun Tanganyika Territory. Dass die Briten jemals wieder deutsche Missionare in das von ihnen eroberte Gebiet lassen würden, war nicht abzusehen. Daher wurde 1918 der Weiße Vater P.Joseph Laane aus Holland zum Apostolischen Administrator von Dar es-Salaam und 1919 auch von Lindi ernannt. Das Ende der Missionstätigkeit der deutschen Benediktiner schien gekommen. Die Lösung brachten die Missionsbenediktiner Schweizer Nationalität, von denen eine große Zahl im oberbayerischen St.Ottilien eingetreten war. St.Ottilien gründete 1919 in Uznach im Kanton St.Gallen eine Prokura (seit 1982 Abtei). Drei Schweizer Missionsbenediktiner hatten in Afrika bleiben können und erhielten 1920 die Erlaubnis, die Arbeit in den Missionsstationen des Südostens wieder aufzunehmen. Anfang 1922 wurde dann ein Kompromiss gefunden: Die Missionsbenediktiner firmierten als "Swiss Benedictine Fathers of Uznach". Dass sie in Wirklichkeit dem deutschen St.Ottilien unterstanden, wurde von den Briten stillschweigend geduldet. P.Gallus Steiger OSB wurde 1922 zum Apostolischen Präfekten von Lindi ernannt.

Zweiter Neuanfang

P.Xaver Hasler war am 24.4.1922 der erste Benediktiner, der nach fast sechs Jahren wieder in Peramiho ankam. Im Norden ihres bisherigen Missionsgebietes, also im Apostolischen Vikariat Dar es-Salaam, konnten die Benediktiner ihre Arbeit allerdings nicht fortsetzen, schon für den Süden reichten die Kräfte der wenigen Schweizer ja kaum aus. Der Norden wurde durch Rom Schweizer Kapuzinern und italienischen Konsolata-Missionaren anvertraut. Die Arbeit der Missionare war nach wie vor hart: Wer am Hafen in Lindi eintraf, musste von dort zu Fuß nach Peramiho gehen - 26 Marschtage. Erst 1928 schafften die Benediktiner die ersten beiden Lastwagen an. Br.Methodius Liefländer und Br.Crispin Schulz fuhren in der Regel montags in aller Frühe von Peramiho mit dem Lastwagen ab, das 700 km entfernte Lindi erreichten sie dann am späten Dienstag Abend oder am Mittwoch Morgen. Unterwegs schliefen sie ein paar Stunden in einer selbst gebauten Hütte. Auf der Rückfahrt nahmen die neuen Missionare zwischen allen möglichen Gebrauchsgütern auf der Ladefläche Platz. Während der Regenzeit war die Straße nach Lindi nicht befahrbar. Manche Missionsstationen blieben noch jahrzehntelang nur zu Fuß erreichbar. Strom gab es nicht (in Peramiho erst 1952 eingeführt), Telefon war bis 1982 undenkbar.

1926 geht die Arbeit richtig los

Wenn man die Geschichte Peramihos ab 1926 liest, nimmt einem die Schnelligkeit, mit der Neues angefangen wurde, fast den Atem. In diesem Jahr durften endlich wieder deutsche Missionare einreisen. Noch 1926 wurde die Station Mahanje gegründet, 1927 kam Liparamba hinzu, 1928 drei neue Stationen, 1929 eine, 1930 zwei, 1931 sogar vier neue Stationen. Als 1939 der Zweite Weltkrieg weitere Gründungen unmöglich machte, waren aus den vier Stationen des Jahres 1925 28 Missionsstationen geworden. 1927 ließ P.Gallus sich in Peramiho nieder. Bis dahin war Peramiho nur die älteste Station im Westen der Apostolischen Präfektur Lindi gewesen, ohne in irgendeiner Hinsicht Zentrum zu sein. Im folgenden Jahr wurde aus der Apostolischen Präfektur eine Abtei, die Abbatia Nullius Lindi. "Abbatia Nullius" ("Niemandes Abtei") bedeutet dabei, dass die Abtei keinem Bischof unterstellt ist. P.Gallus wurde zum ersten Abt ernannt. Allerdings war es eine noch recht seltsame Abtei: Die zugehörigen Mönche lebten über ein riesiges Gebiet verstreut, der neue Abt wohnte nicht in Lindi, sondern in Peramiho, ein gemeinsames Chorgebet der Mönche gab es nicht.

Peramiho wird Abtei

1931 gab es schon wieder eine Änderung: Die Abbatia Nullius Lindi wurde geteilt, indem der östliche Teil als Abbatia Nullius Ndanda unter Abt Joachim Ammann abgetrennt wurde. Anschließend wurde der Name in Abbatia Nullius Peramiho geändert. 1934 wurden die beiden Äbte auch zu Bischöfen geweiht. Diese kirchenrechtliche Lösung war nun auf eine etwas längere Dauer angelegt, sie zeigte auch, dass in dem bisherigen Missionsgebiet eine eigenständige Kirche entstand. Abt Gallus pflegte ein gutes Verhältnis zu den englischen Kolonialherren. Dies bewährte sich 1939, als Hitler den Zweiten Weltkrieg entfesselte. Die deutschen Missionare wurden zwar gewissen Einschränkungen unterworfen, konnten ihre Arbeit aber fortsetzen, weil Abt Gallus, der neutrale Schweizer, dafür garantierte, dass sie der englischen Kriegsführung nicht in den Rücken fielen. Wieder war die Missionsarbeit von Deutschland abgeschnitten, die Nazis hoben sogar alle Klöster unserer Kongregation in Deutschland auf. Aber die Kongregation war diesmal besser vorbereitet als im Ersten Weltkrieg. In den USA, in Venezuela und in der Schweiz gab es jetzt Klöster, die weiterhin wenigstens eine geringe materielle Unterstützung leisten konnten.

Bau einer Kathedrale

Peramiho war Sitz eines Bischofs, die neue Kirche musste also Raum bieten für viele Menschen und sie musste auch repräsentativ sein. Andererseits sollte sie nicht zu protzig wirken und durfte vor allem kein Geld kosten - es war ja Krieg. Br.Gislar Stumpf erstellte die Pläne, als Vorbild diente ihm die kurz zuvor (1938) geweihte Kirche seines Heimatklosters Münsterschwarzach. Aber auch aus Einsiedeln, wo Abt Gallus 1934 die Bischofsweihe empfangen hatte, flossen Gestaltungsmerkmale ein. Die Pläne wurden dem Architekten Hans Burkard in St.Gallen zugeschickt. Br.Gislar arbeitete dessen Vorschläge dann in seine Pläne ein. Vor allem die Rundung des Chorabschlusses geht auf Hans Burkard zurück. 3 Millionen Ziegel wurden in Eigenarbeit erstellt und mit dem einzigen verfügbaren Lastwagen zur Baustelle gefahren. Holz wurde in den Wäldern der weiteren Umgebung geschlagen, Eisen wurde großzügig von der Abtei Ndanda zur Verfügung gestellt. Dort war es für den Bau eines neuen Klosters bereit gehalten worden, der aber wegen des Krieges und wegen des angespannten Verhältnisses zwischen Ndanda und der englischen Regierung nicht durchgeführt werden konnte.

Kirchweihe und Jubiläum

Die Kirche war vor allem das Werk der Brüder (also der handwerklich tätigen Mönche im Gegensatz zu den Patres), dazu der einheimischen Arbeiter und auch mancher Schüler, die in den unterrichtsfreien Zeiten mithalfen. Noch Jahrzehnte später waren die Beteiligten stolz darauf, dabei gewesen zu sein. Bei der Einweihung durch den Apostolischen Delegaten, Erzbischof David Mathew, am 28.7.1948 fehlten dann die beiden Hauptpersonen. Br.Alto lag mit einer schweren Erkältung auf der Krankenstation, wohin sich auch Abt-Bischof Gallus begeben hatte. Er litt an einer Blutvergiftung. Da aber auch seine Abneigung gegen große Feierlichkeiten und insbesondere Pontifikalämter bekannt war, rätselt man noch heute (2008) in Peramiho darüber, welcher der beiden Gründe stärkeren Einfluss auf das Fehlen von Abt Gallus bei dieser Gelegenheit hatte. Gleich am folgenden Tag feierte Erzbischof David erneut ein Pontifikalamt, diesmal zum Goldenen Jubiläum von Peramiho

Rücktritt von Abt-Bischof Gallus

1952 ersuchte Abt-Bischof Gallus, inzwischen 73 Jahre alt, seit 46 Jahren Missionar in Ostafrika, seit 30 Jahren verantwortlicher Leiter der Missionsarbeit, um Entpflichtung von seinem Amt. Erst ein ganzes Jahr später, im Oktober 1953, konnte er das Amt an P.Eberhard Spieß übergeben. Zu den vielen beeindruckenden Leistungen von Abt-Bischof Gallus gehören sicherlich seine Fußmärsche, insgesamt hat er mehrere 10.000 km auf den eigenen Füßen zurückgelegt. Als Bischof musste er überall in dem riesigen Gebiet die Firmung spenden, manchmal konnte er mit dem Auto fahren, aber bei vielen abgelegenen Pfarreien war das nicht möglich. Als er Ende 1952 so erschöpft in der abgelegenen Pfarrei Ifinga ankam, dass er sich auf dem Rückweg tragen lassen musste, nahm er dies als ein Zeichen, dass sein Ersuchen um Entpflichtung berechtigt gewesen war. Abt-Bischof Gallus blieb bis zu seinem Tode 1966 in Peramiho und wurde in der Kathedrale begraben.

Ausweisung aller deutschen Missionare

Nach der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg fiel die Kolonie an Großbritannien, ihr Name lautete nun Tanganyika Territory. Dass die Briten jemals wieder deutsche Missionare in das von ihnen eroberte Gebiet lassen würden, war nicht abzusehen. Daher wurde 1918 der Weiße Vater P.Joseph Laane aus Holland zum Apostolischen Administrator von Dar es-Salaam und 1919 auch von Lindi ernannt. Das Ende der Missionstätigkeit der deutschen Benediktiner schien gekommen. Die Lösung brachten die Missionsbenediktiner Schweizer Nationalität, von denen eine große Zahl im oberbayerischen St.Ottilien eingetreten war. St.Ottilien gründete 1919 in Uznach im Kanton St.Gallen eine Prokura (seit 1982 Abtei). Drei Schweizer Missionsbenediktiner hatten in Afrika bleiben können und erhielten 1920 die Erlaubnis, die Arbeit in den Missionsstationen des Südostens wieder aufzunehmen. Anfang 1922 wurde dann ein Kompromiss gefunden: Die Missionsbenediktiner firmierten als "Swiss Benedictine Fathers of Uznach". Dass sie in Wirklichkeit dem deutschen St.Ottilien unterstanden, wurde von den Briten stillschweigend geduldet. P.Gallus Steiger OSB wurde 1922 zum Apostolischen Präfekten von Lindi ernannt.

Zweiter Neuanfang

P.Xaver Hasler war am 24.4.1922 der erste Benediktiner, der nach fast sechs Jahren wieder in Peramiho ankam. Im Norden ihres bisherigen Missionsgebietes, also im Apostolischen Vikariat Dar es-Salaam, konnten die Benediktiner ihre Arbeit allerdings nicht fortsetzen, schon für den Süden reichten die Kräfte der wenigen Schweizer ja kaum aus. Der Norden wurde durch Rom Schweizer Kapuzinern und italienischen Konsolata-Missionaren anvertraut. Die Arbeit der Missionare war nach wie vor hart: Wer am Hafen in Lindi eintraf, musste von dort zu Fuß nach Peramiho gehen - 26 Marschtage. Erst 1928 schafften die Benediktiner die ersten beiden Lastwagen an. Br.Methodius Liefländer und Br.Crispin Schulz fuhren in der Regel montags in aller Frühe von Peramiho mit dem Lastwagen ab, das 700 km entfernte Lindi erreichten sie dann am späten Dienstag Abend oder am Mittwoch Morgen. Unterwegs schliefen sie ein paar Stunden in einer selbst gebauten Hütte. Auf der Rückfahrt nahmen die neuen Missionare zwischen allen möglichen Gebrauchsgütern auf der Ladefläche Platz. Während der Regenzeit war die Straße nach Lindi nicht befahrbar. Manche Missionsstationen blieben noch jahrzehntelang nur zu Fuß erreichbar. Strom gab es nicht (in Peramiho erst 1952 eingeführt), Telefon war bis 1982 undenkbar.

1926 geht die Arbeit richtig los

Wenn man die Geschichte Peramihos ab 1926 liest, nimmt einem die Schnelligkeit, mit der Neues angefangen wurde, fast den Atem. In diesem Jahr durften endlich wieder deutsche Missionare einreisen. Noch 1926 wurde die Station Mahanje gegründet, 1927 kam Liparamba hinzu, 1928 drei neue Stationen, 1929 eine, 1930 zwei, 1931 sogar vier neue Stationen. Als 1939 der Zweite Weltkrieg weitere Gründungen unmöglich machte, waren aus den vier Stationen des Jahres 1925 28 Missionsstationen geworden. 1927 ließ P.Gallus sich in Peramiho nieder. Bis dahin war Peramiho nur die älteste Station im Westen der Apostolischen Präfektur Lindi gewesen, ohne in irgendeiner Hinsicht Zentrum zu sein. Im folgenden Jahr wurde aus der Apostolischen Präfektur eine Abtei, die Abbatia Nullius Lindi. "Abbatia Nullius" ("Niemandes Abtei") bedeutet dabei, dass die Abtei keinem Bischof unterstellt ist. P.Gallus wurde zum ersten Abt ernannt. Allerdings war es eine noch recht seltsame Abtei: Die zugehörigen Mönche lebten über ein riesiges Gebiet verstreut, der neue Abt wohnte nicht in Lindi, sondern in Peramiho, ein gemeinsames Chorgebet der Mönche gab es nicht.

Peramiho wird Abtei

1931 gab es schon wieder eine Änderung: Die Abbatia Nullius Lindi wurde geteilt, indem der östliche Teil als Abbatia Nullius Ndanda unter Abt Joachim Ammann abgetrennt wurde. Anschließend wurde der Name in Abbatia Nullius Peramiho geändert. 1934 wurden die beiden Äbte auch zu Bischöfen geweiht. Diese kirchenrechtliche Lösung war nun auf eine etwas längere Dauer angelegt, sie zeigte auch, dass in dem bisherigen Missionsgebiet eine eigenständige Kirche entstand. Abt Gallus pflegte ein gutes Verhältnis zu den englischen Kolonialherren. Dies bewährte sich 1939, als Hitler den Zweiten Weltkrieg entfesselte. Die deutschen Missionare wurden zwar gewissen Einschränkungen unterworfen, konnten ihre Arbeit aber fortsetzen, weil Abt Gallus, der neutrale Schweizer, dafür garantierte, dass sie der englischen Kriegsführung nicht in den Rücken fielen. Wieder war die Missionsarbeit von Deutschland abgeschnitten, die Nazis hoben sogar alle Klöster unserer Kongregation in Deutschland auf. Aber die Kongregation war diesmal besser vorbereitet als im Ersten Weltkrieg. In den USA, in Venezuela und in der Schweiz gab es jetzt Klöster, die weiterhin wenigstens eine geringe materielle Unterstützung leisten konnten.

Bau einer Kathedrale

Peramiho war Sitz eines Bischofs, die neue Kirche musste also Raum bieten für viele Menschen und sie musste auch repräsentativ sein. Andererseits sollte sie nicht zu protzig wirken und durfte vor allem kein Geld kosten - es war ja Krieg. Br.Gislar Stumpf erstellte die Pläne, als Vorbild diente ihm die kurz zuvor (1938) geweihte Kirche seines Heimatklosters Münsterschwarzach. Aber auch aus Einsiedeln, wo Abt Gallus 1934 die Bischofsweihe empfangen hatte, flossen Gestaltungsmerkmale ein. Die Pläne wurden dem Architekten Hans Burkard in St.Gallen zugeschickt. Br.Gislar arbeitete dessen Vorschläge dann in seine Pläne ein. Vor allem die Rundung des Chorabschlusses geht auf Hans Burkard zurück. 3 Millionen Ziegel wurden in Eigenarbeit erstellt und mit dem einzigen verfügbaren Lastwagen zur Baustelle gefahren. Holz wurde in den Wäldern der weiteren Umgebung geschlagen, Eisen wurde großzügig von der Abtei Ndanda zur Verfügung gestellt. Dort war es für den Bau eines neuen Klosters bereit gehalten worden, der aber wegen des Krieges und wegen des angespannten Verhältnisses zwischen Ndanda und der englischen Regierung nicht durchgeführt werden konnte.

Kirchweihe und Jubiläum

Die Kirche war vor allem das Werk der Brüder (also der handwerklich tätigen Mönche im Gegensatz zu den Patres), dazu der einheimischen Arbeiter und auch mancher Schüler, die in den unterrichtsfreien Zeiten mithalfen. Noch Jahrzehnte später waren die Beteiligten stolz darauf, dabei gewesen zu sein. Bei der Einweihung durch den Apostolischen Delegaten, Erzbischof David Mathew, am 28.7.1948 fehlten dann die beiden Hauptpersonen. Br.Alto lag mit einer schweren Erkältung auf der Krankenstation, wohin sich auch Abt-Bischof Gallus begeben hatte. Er litt an einer Blutvergiftung. Da aber auch seine Abneigung gegen große Feierlichkeiten und insbesondere Pontifikalämter bekannt war, rätselt man noch heute (2008) in Peramiho darüber, welcher der beiden Gründe stärkeren Einfluss auf das Fehlen von Abt Gallus bei dieser Gelegenheit hatte. Gleich am folgenden Tag feierte Erzbischof David erneut ein Pontifikalamt, diesmal zum Goldenen Jubiläum von Peramiho

Rücktritt von Abt-Bischof Gallus

1952 ersuchte Abt-Bischof Gallus, inzwischen 73 Jahre alt, seit 46 Jahren Missionar in Ostafrika, seit 30 Jahren verantwortlicher Leiter der Missionsarbeit, um Entpflichtung von seinem Amt. Erst ein ganzes Jahr später, im Oktober 1953, konnte er das Amt an P.Eberhard Spieß übergeben. Zu den vielen beeindruckenden Leistungen von Abt-Bischof Gallus gehören sicherlich seine Fußmärsche, insgesamt hat er mehrere 10.000 km auf den eigenen Füßen zurückgelegt. Als Bischof musste er überall in dem riesigen Gebiet die Firmung spenden, manchmal konnte er mit dem Auto fahren, aber bei vielen abgelegenen Pfarreien war das nicht möglich. Als er Ende 1952 so erschöpft in der abgelegenen Pfarrei Ifinga ankam, dass er sich auf dem Rückweg tragen lassen musste, nahm er dies als ein Zeichen, dass sein Ersuchen um Entpflichtung berechtigt gewesen war. Abt-Bischof Gallus blieb bis zu seinem Tode 1966 in Peramiho und wurde in der Kathedrale begraben.