Erste Katastrophe: Der Maji-Maji-Krieg
Die deutsche Kolonialpolitik war an der Machtstellung Deutschlands in der Welt interessiert, an wirtschaftlichen Profiten für deutsche Unternehmen und deutsche Siedler und daran, dass die Kolonie den Staat möglichst wenig kostete.
Für die Afrikaner bedeutete das: Zwangsarbeit, Steuern und willkürlich herrschende lokale Machthaber. Dass andererseits der ständige Krieg der einzelnen Völker gegeneinander ebenso wie die Sklavenjagden durch die Deutschen unterbunden wurden, war zwar für die Nachbarn der Wangoni ein deutlicher Gewinn, für diese selbst aber ein Nachteil - das Wirtschaftssystem der Wangoni hatte zum Teil auf der bei den schwächeren Nachbarn gemachten Beute beruht.
Der Heiler Kinjikitile verkündete, die Afrikaner sollten gemeinsam gegen die Deutschen kämpfen, seine Zaubermedizin, ein Wasser (auf Suaheli: Maji) mit bestimmten Zutaten würde sie gegen die deutschen Kugeln schützen. "Maji-Maji" wurde der Kampfruf, unter dem zahlreiche afrikanische Völker im Juli, August und September 1905 gegen die Deutschen losschlugen. 7 von den insgesamt nur 15 deutschen Opfern waren Benediktiner bzw. Benediktinerinnen.














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