Mord und Zerstörung
P.Cassian war 1902 zum ersten Bischof im Missionsgebiet der Benediktiner ernannt worden. Im August 1905 befand er sich gerade auf dem Weg von der Hafenstadt Kilwa nach Peramiho, wo er mit Abt Norbert Weber von St.Ottilien zusammentreffen wollte, der dort zur Visitation war. Vor dem Aufbruch erhielt er eine Warnung, dann kam wieder eine Entwarnung. In der Einöde bei Liwale, an einem Ort namens Mikukuyumbu, wurden der Gründer von Peramiho, zwei Brüder, zwei Schwestern und ein junger anglikanischer Afrikaner am 14.8.1905 ermordet. Die anderen afrikanischen Begleiter konnten entkommen bzw. waren schon am Tag vorher geflohen. Durch sie kam die Nachricht am 26.8. nach Peramiho.
Am 3.9. ließ Nkosi Mputa Gama seine Kriegstrommeln schlagen, die Missionare in Peramiho beschlossen, zur Nachbarstation Kigonsera zu fliehen. Der Pfarrer allerdings, P.Franziskus Leuthner, weigerte sich, seine Gemeinde zu verlassen. Am 9.9. wurde Peramiho von den Wangoni zerstört, P.Franziskus wurde getötet. Damit hatte Mputa Rache genommen, denn zwei Jahre zuvor war er von P.Franzikus in Gegenwart seiner Gefolgsleute gezwungen worden, eine Hütte, in der man bis dahin den Geistern geopfert hatte, zu zerstören - eine schlimme Demütigung.














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