Kriegsverbrechen

Gegen die deutschen Maschinengewehre hatten die Afrikaner keine Chance. Sie versuchten es daher mit Guerillataktik, aber die Deutschen gingen dazu über, die Vorräte, die Felder und das Vieh zu beschlagnahmen, zu verbrennen, zu töten. Diese Kriegsführung gegen die Zivilbevölkerung - auch nach damaliger Auffassung ein Kriegsverbrechen - wurde von den Benediktinern, insbesondere von P.Johannes Häfliger, scharf angegriffen, sie wurde auch im Reichstag in Berlin von den demokratischen Parteien kritisiert. Aber im damaligen Kaiserreich war die Regierung nicht dem Parlament verantwortlich. So fielen um die 100.000 Afrikaner den deutschen Maschinengewehren und dem Hunger zum Opfer.

Die Häuptlinge der Wangoni wurden gefangen genommen, soweit sie nicht - wie der legendäre Chabruma - fliehen konnten. P.Johannes erhielt die Erlaubnis, sie vor ihrer Hinrichtung am 27.2.1906 zu besuchen. 31 der 48 Gefangenen machten von seinem Angebot Gebrauch und ließen sich taufen, darunter der Nkosi, Mputa Gama, der die Hinrichtung von P.Franziskus befohlen hatte. Damals entstand auch das Photo der aneinandergeketteten Fürsten.

Weiter


Matthias Erzberger protestierte im Reichstag gegen das brutale Vorgehen