Sr.Hildegund Kleiser OSB (1887-1967; Missionarin im Peramiho-Gebiet 1929-1935, danach bis zu ihrem Tod in Ndanda) war eine erfahrene Fotografin. Ihre Bilder möchten nicht so sehr Alltagsszenen festhalten als vielmehr eine Botschaft vermitteln.
Hier liegt der Akzent offensichtlich auf der Begegnung zweier Kulturen. Der Europäer (P.Pirmin Fleck) drückt in Kleidung und Bewaffnung (das Gewehr war wegen der Tiere überlebenswichtig) die moderne Zivilisation aus. Ihm ist der Afrikaner gegenübergestellt, der durch die würdevolle Haltung an das Klischee des "Edlen Wilden" erinnert. Der Missionar schaut aber nicht den Vater an, sondern den Sohn, der zu ihm aufschaut. In der Jugend liegt die Zukunft, denn der Kleine wird in die Schule gehen, wird also die Zivilisation übernehmen und Christ werden. Das Kind steht aber an der Seite des Vaters, der Vater wird es also nicht verlieren, wenn er es beim Missionar in die Schule schickt. Afrika verliert bei der Begegnung mit dem Christentum weder seine Würde noch seine Identität.

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