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Missionary Benedictine Sisters

Peramiho, TANZANIA, East Africa

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Leprosarium

Morogoro Lepradorf

 

1911 begannen unsere Schwestern mit der Fuersorge fuer die Leprakranken. Zuerst wurden einfache Lehmhuetten gebaut, wo die Kranken wie in einem Dorf zusammenlebten. Spaeter baute man ein kleines Krankenhaus mit Behandlungsraeumen fuer die Leprakranken. Das umliegnde Land wurde kultiviert und wer noch konnte half mit beim Pflanzen und Ernten der Nahrungmittel. Alle Aussaetzigen wurden mit Essen, Kleidern und allem Noetigen versorgt, alles ohne Bezahlung. Viel Patienten waren verkrueppelt oder blind und konnten sich nicht selbst helfen.

 

Die schwer Leprakranken, besonders die frisch infizierten, lebten direkt beim Krankenhaus. Es gab Zeiten, in denen Sr. Engeltraud fuer mehr als 1400 Aussaetzige zu sorgen hatte. Woechentlich kam von Peramiho ein Doktor zur Untersuchung.

 

Heute leben noch etwa 45 meist alte, behinderte Leprakranke im Heim. Sie bekommen ihr gekochtes Essen aus der Zentralkueche und die noetige medizinische Fuersorge vom Hospital.

 

Im Hospital selbst sind um die 20 Patienten, zum Teil neue Leprapatienten, zum Teil solche mit infizierten Wunden. Dr. Mtumbuka,ein Lepraspraspezialist besucht sie regelmaessig. Auch sie werden von der Kueche versorgt.

 

Eine grosse Farm dient den Kindern und Leprakranken. Der Aufseher ist ein frueherer Leprakranker, der heute geheilt ist. Er arbeitet mit einigen leicht erkrankten Aussaetzigen. Ein  grosser Garten liefert uns genug Gemuese fuer unsere Kueche. Aus dem Huehnerhof bekommen wir Eier, und an Festtagen schlachten wir eine Ziege fuer unsere Leute. In der nahen Umgebung leben noch etwa 80 behinderte Leprakranke, die Nahrungsmittel, Kleidung und medizinische Behandlung bei uns bekommen. Die meisten leben in kleinen Ziegelhaeusern, die wir ihnen gebaut haben. Einmal im Monat geht die Schwester in ein anderes Lepradorf, Litisha, wo mehr als 80 verkrueppelte und behinderte Leprakranke leben, die sich noch selbst helfen koennen. Wir bringen ihnen Nahrungsmittel und alles andere, was sie fuer ihr einfaches, anspruchsloses Leben brauchen.

         Morogoro Waisen     St. Anna Waisen